Eine Sonnenuhr übt eine unglaubliche Faszination auf viele Menschen aus, vor allem aber auf meine Kinder. Wann immer wir an einer vorbeikommen, bestaunen sie sie sehr lange und stellen viele, viele Fragen.
Vor allem die Tatsache, dass eine Sonnenuhr bis ins 19. Jahrhundert die einzige Möglichkeit war, um die Zeit zu bestimmen, lässt ihnen keine Ruhe. Um schlussendlich alle Fragen zu beantworten, haben wir beschlossen unsere eigene kleine Sonnenuhr zu basteln.
WICHTIG: Wenn auch Du eine Sonnenuhr bauen willst, musst Du vor allem eines bedenken. Sie sollte dort beschriftet werden, wo sie auch später einmal liegen, stehen oder hängen wird. Sonst stimmt nämlich nachher die Ausrichtung nicht mehr. (Das haben wir aber auch erst später festgestellt und sie mühsam noch einmal ausgerichtet.)
Sonnenuhr aus einem Tontopf
Materialien:
- Tontopf
- Stab
- Sand
- wasserfester Stift
So geht’s:
Die Sonnenuhr ist sehr schnell und einfach aufgebaut, allerdings brauchst Du den ganzen Tag, um sie fertigzustellen. 🙂

Den Tontopf füllst Du gleich zu Beginn mit Sand. Verwende wenn möglich einen hellen Sand. Dadurch wirst Du den Schatten des Stabes viel besser erkennen.

Zum Schluss beschriftest Du Deine Sonnenuhr noch mit Ziffern. Hierfür benötigst Du ein wenig Geduld, denn zu jeder vollen Stunde schreibst Du an den Rand des Topfes die Uhrzeit.
Dann ist Deine Sonnenuhr eigentlich schon fertig! Wenn Du alles ganz perfekt machen möchtest, müsstest Du die Uhr vor dem Beschriften noch einnorden. Aber wir haben das gelassen, uns ging es nur um den Spaß.
Alternative

Du könntest allerdings den Tontopf auch umdrehen und einen Stab in das Loch in der Mitte stecken. Wichtig ist, dass er ganz gerade ist. Zur Not musst Du ein wenig mit selbsttrocknender Modelliermasse nachhelfen.
Dann wartest Du wieder bis zur nächsten vollen Stunde und schreibst schließlich die Uhrzeit dorthin, wo der Schatten des Steckens hinzeigt.

Das wiederholst Du dann natürlich wieder zu jeder vollen Stunde bis die Sonne untergegangen ist.
TIPP: Den Topf könntest Du auch vorher noch mit wasserfesten Farben bemalen, sodass Deine Sonnenuhr noch hübscher aussieht.
aus einer Holzscheibe
(diese Sonnenuhr haben wir schon 2021 gebaut)
Materialien:
- Holzscheibe
- Bleistift oder gerades Ast-Stück (als Zeiger)
- Bohrer
- wasserfeste Stifte
- Lineal
- Kompass zum Ausrichten
- evtl. Leim
So geht’s:
Zuerst bohrst Du mit Hilfe des Bohrers in die Mitte der Scheibe ein Loch. Dieses sollte dieselbe Größe wie der Bleistift oder das Ast-Stück haben.
WICHTIG: Bei diesem Arbeitsschritt sollte ein Erwachsener anwesend sein und bei Bedarf helfend eingreifen. Bitte Acht geben, denn Du kannst mit einem Bohrer sehr leicht abrutschen!
Anschließend steckst Du Deinen Zeiger (Bleistift) ins Loch. Um ganz sicher zu gehen, dass dieser nicht verloren geht, kannst Du ihn mit einem Tropfen Leim fixieren.
Dann suchst Du Dir einen Platz für die Sonnenuhr aus, an dem sie auch immer liegen oder hängen bleiben wird. Wichtig ist, dass dieser in der Sonne ist, ansonsten wird sie nicht funktionieren. Auch das Beschriften der Sonnenuhr muss bei absolutem Schönwetter erfolgen.
Die dünnste Seite der Holzscheibe sollte in Richtung Norden zeigen. Auf diese Seite schreibst Du die Zahl 12. Nun ziehst Du zu jeder vollen (Sonnen-)Stunde den Zeigerschatten mit einem Bleistift und einem Lineal nach und schreibst die Uhrzeit daneben. Dies ist also keine Bastelei, die nur wenig Zeit in Anspruch nimmt. Im Gegenteil, Du bist den ganzen Tag damit beschäftigt. 😀
Zum Schluss ziehst Du die Striche und die Zahlen mit einem wasserfesten Stift nach. Du entscheidest, ob Du dafür die römischen Zahlen (lateinische Buchstaben) verwendest oder bei der alltäglichen Schreibweise bleibst.
Natürlich ist unsere Sonnenuhr auch nicht so genau, wie es exakt berechnete, nach der Erdachse ausgerichtete Uhren sind. Aber für unsere Zwecke reicht es völlig und dank des Selbermachens sind jetzt auch keine Fragen mehr offen. Zumindest was eine Sonnenuhr betrifft!
Übrigens kannst Du Dir auch ganz schnell ein paar Sonnen dazu basteln! 🙂





