Der Geburtstag meiner Tochter rückt immer näher und ich bin ein wenig plan- und ideenlos. Und weil ich die ganze Zeit über die Party nachdenke, hab ich ganz vergessen, etwas für den wöchentlichen Beitrag zu basteln. Gestern Nacht kam mir dann die rettende Idee, mit der ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlage: ein Glücksrad!
Genau das bastel ich jetzt für die Party, denn das wird auf jeden Fall für großartige Stimmung sorgen. Gleichzeitig bekommst Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für eben dieses Glücksrad, um es gegebenenfalls nachbasteln zu können. 🙂
Materialien:
- großes Stück Karton
- Buntpapier
- Holzdübel, -perlen oder Nägel
- Holzbrett oder geraden Ast
- 2 Muttern, 1 Schraube, 2 Nägel
- Korken
- Stück Plastik
- Heißkleber
- Laminiergerät und -folie
So geht’s:
Ein Glücksrad wäre kein Rad, wenn es nicht rund wäre. Daher musst du einen großen Kreis aus dem Karton ausschneiden. Vielleicht hast Du ja irgendetwas daheim, dass Dir als Vorlage dienen kann, z.B. ein runder Spiegel, Teller, Strohhut,…


Anschließend teilst Du den Kreis in eine gerade Anzahl von Teilen auf.
TIPP: Du solltest Dir vorher schon ein wenig überlegen, was für Aufgaben Du auf das Glücksrad schreiben möchtest. Nicht, dass Du zu wenig oder zu viel Teile hast.
Nun greifst Du zum Buntpapier, misst die Größe der Ecken nach und überträgst sie auf das Papier. Anschließend schneidest Du alles aus.
Du kannst Deine Scheibe natürlich auch einfach nur weiß anmalen oder einfarbiges Papier verwenden, aber für mich muss ein Glücksrad bunt sein.

Dann laminierst Du die einzelnen Teile und klebst sie anschließend auf die Kartonscheibe. Der Vorteil am Laminieren ist der, dass Du mit einem abwaschbaren Stift darauf schreiben kannst und so die Aktionen am Glücksrad je nach Bedarf ändern kannst.
So gibt es bei der einen Party Sportaufgaben zu bewältigen, ein anderes Mal muss eine Braut lustige Dinge auf sich nehmen und wiederum ein anderes Mal kannst Du Geld gewinnen.
Nun befestigst Du noch kleine Holzdübel (von einem uns allen bekannten schwedischen Möbelhaus) oder Holzperlen am äußeren Rand der Scheibe. Zur Not verwendest Du kleine Nägel. Achte dabei aber darauf, dass sie nicht auf der Rückseite rausschauen, sonst kann man sich daran verletzen.

Jetzt fehlt noch die Halterung für Dein Glücksrad. Hierfür benötigst Du ein Holzbrett, an dem Du die Scheibe mit einer Schraube befestigst. Du könntest allerdings auch einen geraden Ast oder einen alten Besenstiel dafür verwenden.
Du bohrst also ein kleines Loch in die Mitte der Scheibe, nimmst eine der Muttern, schiebst sie auf die Schraube und steckst diese durch das Loch auf dem Glücksrad. Dann schiebst Du die zweite Mutter auf die Schraube und schraubst diese schließlich in das Holzbrett.
Das Glücksrad dreht sich nun zwischen den zwei Muttern und stößt dadurch nicht dauernd am Holzbrett an.
Dieses Holzbrett steckst Du dann in einen mit Steinen gefüllten Kübel, sodass es von alleine steht und auch einiger Beanspruchung Stand hält.
Dein Glücksrad benötigt natürlich auch noch dieses Teil, das so schön über die Holzperlen rattert und es ausbremst.

Du schneidest also aus einem Stück Plastik (PET-Flasche, Joghurtbecher, Hefteinband,…) einen Streifen ab und fixierst ihn mit einem kleinen Nagel an einem Korken.
Das Ganze befestigst Du dann oberhalb der Scheibe mit einem Nagel von hinten und schon kann der Spaß losgehen.

TIPP: Es wäre auch möglich einfach nur oberhalb des Glücksrades einen Pfeil aufzumalen oder –kleben. Du brauchst dieses Ratterding nicht unbedingt.

Jetzt sehe ich der Geburtstagsfeier meiner Tochter schon ein wenig entspannter entgegen und meinen wöchentlichen Beitrag habe ich auch! 🙂 Auf ins Wochenende! (ich wünschte es wäre so 🙁 )
PS: Vielleicht hast Du aber auch so eine Drehplatte von einem uns allen bekannten schwedischen Möbelhaus daheim, die Du ohne viel Aufwand in ein liegendes Glücksrad verwandeln könntest. 😉

